Italien war im Jahr 2010 die beliebteste Kreuzfahrtdestination Europas. Mit 5,4 Millionen Passagieren, die hier an Land gingen, übernahm Italien ganz klar Platz 1 in der Rangliste und überholte den bisherigen Spitzenreiter Griechenland, der mit 4,5 Millionen Besuchen sogar noch hinter Spanien (4,9 Millionen) auf Platz 3 zurückfiel. Platz 4 und 5 gingen an Frankreich (4,5 Millionen) und Norwegen (1,8 Millionen).
Diese Zahlen stammen aus dem soeben veröffentlichten „Report 2010/2011“ des European Cruise Council (ECC), der Italien im Jahr 2010 einen Anteil von 21 Prozent bei insgesamt 25,2 Millionen Landgängen von Kreuzfahrt-Gästen in europäischen Häfen zuweist. Zudem begann sogar mehr als ein Drittel aller Passagiere ihre Kreuzfahrt in einem italienischen Hafen.
Insgesamt waren im Jahr 2010 nicht weniger als 198 Kreuzfahrtschiffe in Europa unterwegs, die je nach Schiffsgröße zwischen 100 und 3.600 Passagiere befördern konnten. 162 Kreuzfahrtschiffe waren im Mittelmeer unterwegs, wobei 52 von ihnen amerikanischen Reedereien gehörten. Zusammen haben diese 162 Schiffe 3,47 Millionen Passagiere befördert und 27,69 Millionen Übernachtungen an Bord ermöglicht. In Nordeuropa waren insgesamt 100 Kreuzfahrtschiffe vertreten.
Laut ECC-Report trug die Kreuzfahrt-Industrie 35,2 Milliarden Euro zur europäischen Wirtschaftsleistung bei – drei Prozent mehr als im Jahr 2009. Rund 50.000 Europäer arbeiteten 2010 auf Kreuzfahrtschiffen, 5.000 weitere in den Büros der Reedereien an Land. Insgesamt, so das ECC, sind 300.o00 europäische Arbeitsplätze von der Kreuzfahrtindustrie abhängig.
In Summe wurden 2010 auf den Routen in Europa 5,3 Millionen Kreuzfahrt-Passagiere gezählt, von denen immerhin 4,2 Millionen – und damit 77 Prozent – aus Europa kamen. Im Durchschnitt gaben sie laut ECC bei einem normalen Hafenstopp rund 61 Euro und im Start-bzw. Zielhafen rund 70 Euro aus. Der Hafen mit den meisten Landgängen war 2010 Neapel mit 1,1 Millionen Besuchern, gefolgt von Dubrovnik mit 970.000 und Tunis mit 850.000 Kreuzfahrt-Gästen.







