Grand Princess muss Pazifik-Kreuzfahrt abbrechen

Die Grand Princess hat ihre aktuelle Kreuzfahrt von Honolulu nach San Francisco mitten im Pazifik abgebrochen und sich auf den Weg in die Werft gemacht. Schuld ist eine defekte Tender-Plattform, die auch den Rumpf des Schiffs beschädigt hat.

Wie in einem Statement von Princess Cruises auf der Online-Plattform Cruise Critic zu lesen ist, dürfte sich eine der Tender-Plattformen aus noch unbekannten Gründen von selbst geöffnet haben, nachdem die Grand Princess den Hafen von Honolulu auf Hawaii verlassen hatte und sich bereits auf hoher See befand.

Dabei wurde nicht nur die Plattform selbst so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr geschlossen werden konnte, sondern auch der Rumpf des Schiffs in Mitleidenschaft gezogen. Laut Cruise Critic drang sogar etwas Wasser ins Schiff ein, was aber laut der Reederei kein Problem für die Sicherheit der Passagiere bedeutet.

Der Zwischenfall ereignete sich am zehnten Tag einer 15-Nächte-Kreuzfahrt zu den Inseln von Hawaii, die am 23. November in San Francisco begann und dort nach einem letzten Stopp im mexikanischen Ensenada auch am 8. Dezember wieder zu Ende gehen sollte. Nun befindet sich die Grand Princess mit geringer Geschwindigkeit auf dem Weg zurück nach Honolulu, wo die Reparaturen durchgeführt werden sollen.

Die Passagiere werden laut Princess Cruises zunächst in Hotels in Honolulu untergebracht und dann nach San Francisco geflogen. Als Entschädigung erhalten sie 50 Prozent des Kreuzfahrtpreises zurück und zudem einen Gutschein über die gleiche Summe für eine künftige Kreuzfahrt mit der Reederei.

Die Grand Princess hat eine Größe von 107.500 BRZ und bietet Platz für mehr als 2.600 Passagiere bei Doppelbelegung der Kabinen. Nach den Reparaturen wird sie sich in eine Werft in Portland begeben, wo schon seit langem ein routinemäßiger Aufenthalt bis 19. Dezember eingeplant war. Princess Cruises muss daher voraussichtlich keine der nächsten Kreuzfahrten des Schiffs absagen.