Die AIDAprima ist in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nordsee kurz vor Borkum in einen gewaltigen Sturm mit Windstärke 10 und bis zu sieben Meter hohen Wellen geraten. Drei Passagiere wurden verletzt. Schuld war Tief „Egon“.

Das Schiff war auf dem Weg von Rotterdam nach Hamburg – der letzten Etappe einer einwöchigen Kreuzfahrt zu den Metropolen Westeuropas – als es von zwei großen Wellen seitlich voll erwischt wurde. Das war vor allem ganz oben im „Beachclub“ auf Deck 16 deutlich zu spüren. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, schaukelte sich das Wasser im Pool immer mehr auf, klatschte in großen Wellen in die Bar, überflutete das Deck und riss Tische, Stühle und Gläser um.

AIDAprima (c) AIDA Cruises

Kurz vor Mitternacht habe Kapitän Jens Janauscheck schließlich angeordnet, dass alle Passagiere in ihren Kabinen bleiben müssen. Gleichzeitig änderte er den Kurs Richtung Helgoland, sodass sich die Lage etwas beruhigte. Die Elbe war laut „Bild“ wegen des Orkans für alle Schiffe gesperrt worden. Für die AIDAprima machten die Behörden aber eine Ausnahme – und so erreichte sie um 7.45 Uhr den Liegeplatz vor dem Cruise-Terminal Steinwerder.

Laut einer Sprecherin von AIDA Cruises gab es drei Verletzte: Zwei Passagiere zogen sich Prellungen zu und ein Passagier erlitt eine Fraktur. Die Verletzten wurden zunächst an Bord behandelt und danach in ein Krankenhaus in Hamburg gebracht. AIDA Cruises betont jedoch, dass „das Schiff zu jeder Zeit sicher“ gewesen sei. Auch die Hamburger Lotsenbrüderschaft erklärte mittlerweile, dass nach ihrer Meinung kein Fehlverhalten des Kapitäns vorliege.