Gorbatschow-Büste für das „Traumschiff“

Mit der feierlichen Aufstellung einer Gorbatschow-Büste des Münchener Bildhauers Serge Mangin setzt die Reederei Deilmann ein Zeichen zum Auftakt der „Deutschlandtage“, die in gut einem Jahr an Bord des einzigen Kreuzfahrtschiffes unter deutscher Flagge stattfinden werden. Die Veranstaltung ist nur ein Beispiel für die neue Diskussionskultur, die an Bord der MS Deutschland gezielt gefördert wird.

Bei der Feier waren die Hamburger FDP-Politikerin Katja Suding sowie der Bildhauer der Gorbatschow-Büste Serge Mangin an Bord. Sie erinnerten an die späten 1980er-Jahre, in denen Gorbatschow mit seiner Politik der Perestroika die Welt veränderte und die Vereinigung Deutschlands möglich machte. Gorbatschow war im Juni 2008 selbst an Bord der MS Deutschland und traf hier mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher zusammen.

„Quo vadis Deutschland?“ So heißt das Diskussionsforum, das im kommenden Jahr von 31. August bis 3. September 2012 auf einer Kreuzfahrt von Kiel nach Kiel stattfinden wird. Bei den „Deutschlandtagen“ wird über die Rolle der Bundesrepublik in Europa und der Welt debattiert. Außerdem werden der demografische Wandel, die wirtschaftliche Entwicklung und die kulturelle Zukunft von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur gemeinsam mit den Gästen an Bord diskutiert. Moderiert wird die Veranstaltung vom ehemaligen ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser.

Die Deutschlandtage sind aber nicht die einzige Gelegenheit, bei der die traditionsreiche Salonkultur an Bord zu neuem Leben erweckt wird. so wird zum Beispiel im Herbst 2011 auf einer Reise zwischen dem 14. und dem 25. Oktober von Piräus über die Türkei nach Israel, Ägypten und Zypern über die Rolle der Türkei und Israels im Nahen Osten diskutiert.

Teilnehmer der Streitgespräche werden der frühere Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blüm, und Klaus Bresser sein. Um brennende Fragen der Gegenwart wird es auch auf der Reise zwischen dem 6. und dem 14. Oktober 2011 von Istanbul nach Piräus gehen, wenn der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans Olaf Henkel, Gast auf der MS Deutschland ist.

Die Freude an der gesellschaftspolitischen Diskussion trifft sich an Bord mit der Offenheit für Kunst und Kultur: Die Gorbatschow-Büste ist eines von verschiedenen Werken des Münchener Bildhauers Serge Mangin, die auf der MS Deutschland zu sehen sind. So stehen Büsten von Johann Sebastian Bach, Albrecht Dürer, Heinrich Heine, Arthur Schopenhauer und Johann Wolfgang von Goethe an Deck. Auch die Skulpturen „Die vier Winde“ (am Heck, Deck 8), „Brunnenfigur“ (am Heck, Deck 7) sowie sowie „Save our Seas“ (auf Deck 9) stammen von Serge Mangin.

An Bord befinden sich zudem zahlreiche Gemälde von Künstlern unterschiedlicher Stilrichtungen, die den Gang über das Schiff zu einem Erlebnis der besonderen Art machen. „Wir schreiben es uns auf die Fahnen, an Bord für alle Sinne etwas zu bieten, und dabei Tradition und Zeitgeist, leichte Muße und ernsthafte Zukunftsthemen zu einer einmaligen Mischung zu verbinden “, bringt es Deilmann-Geschäftsführer Konstantin Bissias auf den Punkt.

Im Bild von links nach rechts: Künstler Serge Mangin, Joseph D. Cinque (Präsident der Academy of Hospitality Sciences), FPD-Politikerin Katja Suding und Deilmann-Geschäftsführer Konstantin Bissias.

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